Chronologie des Heimatkellers 

Schon 1980, in der 6. Vorstandssitzung, wurde über eine Sammlung von „Heimatgut“ nachgedacht. Hermann Friedrich und Fritz Prante hatten bei ihren Sammelbemühungen anfangs kaum Erfolg, das erste Stück, eine Butterkerne, wurde 1985 entgegengenommen. 1988 waren es dann schon 45 Exponate. Mit dem Neubau des Rathauses und des Bürgerzentrums bekam der Heimatverein eine Heimatstube.

1992 hat der Verein im Keller der „Grundschule in der Senne“, das heutige Vorzeigeobjekt, den Heimatkeller, mit seinen unzähligen, wieder aufgearbeiteten Exponaten, hergerichtet. Die Mitglieder Rolf Wedertz, Werner Hübert, Fritz Pestrup und ab 2001 Arnd Honisch arbeiteten diese auf und richteten den Heimatkeller her. Ab diesem Jahr gab es den „Tag der offenen Tür“, der alle 2 Jahre durchgeführt wird. An diesem Tag kann sich die Öffentlichkeit den Heimatkeller und die ausgestellten Exponate ansehen.

Die bäuerlichen Traditionen sollen lebendig bleiben“, dieser Wunsch wurde schon kurz nach Gründung des Heimatvereins geäußert.

Initiator für diesen Gedanken war Fritz Prante, er wollte mit einigen Mitgliedern noch vorhandene Gebrauchsgegenstände aus der Vergangenheit sammeln und erhalten.

Das war anfänglich nicht ganz einfach, zum einem waren kaum Gegenstände von den alten Augustdorfern zu bekommen, weil die sich von ihren Schätzen nicht trennen wollten, zum anderen hatte man auf der Suche nach einer Unterstellungsmöglichkeit keinen Erfolg.

Es dauerte fast 10 Jahre (1989) bis Bodo Diekmann, seinerzeit Leiter des Baubetriebshofes unserer Gemeinde, auf die Idee kam, das ein, mit alten Schulmöbeln vollgestopften Kriechkeller, unter der Aula der Grundschule am Schlingweg für die Lagerung von erhaltenswerten Gegenstände genutzt werden könnte.

Dieser Kriechkeller hatte einen Nachteil, war er ehemals als Luftschutzraum angedacht, bestand sein Fußboden aus einer Sandwüste.

Um einen nutzbaren Raum zu bekommen, kam Diekmann, 1990 der Rückbau der Pivitsheider Straße entgegen. Er verhinderte, dass ein Teil der ausgedienten Gehwegplatten entsorgt wurde.

Um Platz für dieses Projekt zu bekommen, wurden die nicht mehr benötigten Schulmöbel entsorgt. Nun konnten wir, nach Absprache mit unserem Gemeindedirektor Adolf Steffen und dem Bürgermeister Kurt Wistinghausen, einen Teil der Räumlichkeit in Anspruch nehmen.

Unter großen körperlichem Einsatz haben Bodo Diekmann und insbesondere Fritz Hofmeister, Rolf Wedertz mit weiteren Heimatfreunden in vielen Stunden, so an die 80to Sand zur Höhenregulierung und über 600 Gehwegplatten eingebracht.

Um den Schulbetrieb nicht zu stören, wurde bis in die späten Abendstunden gearbeitet.

Nach Fertigstellung des Fußboden ging es „Schlag auf Schlag“ der Hausmeister vom Bielsteinsender Lothar Pieper sorgte für die Beleuchtung, mit gesponserten Platten von Witex  wurden Abtrennungen hergestellt , nach und nach kam eine ansehnliche Raumaufteilung zustande, die mit zusammengehörigen Gegenständen ausgestattet wurde.

1992 wurde das erste Mal der Heimatkeller für die Bevölkerung geöffnet.

In den Folgejahren waren es die Verdienste von Rolf Wedertz, der sich um die Restaurierung und Katalogisierung bis 2009 verdient gemacht hat, sowie Bodo Diekmann der durch das Anvertrauen von ausstellungwürdigen Exponaten, auch aus den umliegenden Orten, zu steigender Attraktivität des Heimatkellers verholfen hat.

Ab 2010 lag die Führung des Heimatkellers in den Hände von Dieter Renger und Rüdiger Niehues

Weil es in den Folgejahren immer beengter wurde, war es 2010 unumgänglich, 

die Restaurierungswerkstatt aufzulösen und 2012 die überschüssigen Exponate zur Rühlmannstätte auszulagern.

Für die freigewordene Fläche besorgte B. Diekmann Sand und Gehwegplatten, so dass die Restfläche des Raumes komplett ausgelegt und genutzt werden konnte.

Um eine Brandschutzauflage zur weiteren Nutzung zu erfüllen, musste eine Brandschutzfluchttür eingebaut werden. Die Decke und Seitenwände wurde in einer Gemeinschaftsaktion gestrichen, teilweise neue Abtrennungen erstellt, die Beleuchtung erweitert, so dass nun der gesamte Kellerraum zu einem Schmucken Heimatmuseum gestaltet wurde.

Durch die Umgestaltung des Kellers und weiteren Spenden, konnten die Exponate allmählich nicht mehr gut dargestellt werden. Auch auf Grund, dass es kein Weiterkommen mit der -Rühlmann Stätte- gab, mietete der Heimatverein ein Munitionsbunker von der Bundeswehr an und lagerte überzählige Exponate dorthin aus.

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