"Up Pickertsafari" wird auf "Dörner Platt" gesungen, damit der Reim zur Geltung kommen kann.                             

Bei der Übersetzung, von Platt in das Hochdeutsche, ist der Reim nicht enthalten.

 

Up Pickertsafari

 

 (Fuiweg no der Varusschlacht met Simserim un Schnedderengteng)

 

 

            Metn grauten Wannertroppe,

            wecke metn barsken Koppe,

            Wuiber, Kerls, wal seßtig Mann,

            käumen seu van Iufel an,

            sunndags, kort no Middag.

 

            Homma vürne, un os lester

            achter metn Bürgermester

        - äok de Presse was verteen

           un de Sunne schein seo schöön -

            kamm de Wannervörstand.

 

            Denn et ging ant Pickerteeten

            un wer dor teo fiul teon Freten,

            konn no achter un no vürn

            weunigstens nich desertiern

            iute Marschkolonne.

 

    Os seu öbern Berg niu käumen,

   kriegen Schmacht seu unnern Reum  

  un dat hadden seu nich wollt,

    tügen twas dürt Teutoburger Holt

  jümmer Richtung Doiern.

 

    In den Kreoge gingt ant Schmoddern,

         Pickert gawt met frisker Boddern.

       Giegen Luiw- un Magendruck

       halw us de Machollerschluck

       bui den schmuigen Happen.

 

       Wat gaw datn schmerge Schniuten.

       Un de Rest kamm inne Tiuten.

   Wannerluie iuter Stadt,

    unnerweges uppen Pad,

    de lodt nix verkumen.

 

    Was vörbui dat Pickertmorden,

    gingt bui Duistern af no Norden,

    met Gesang no Deppelt rin,

   olle donne os en Pinn.

 Watn schöönen Sunndag!

 

              Auf Pickertsafari 

 

(Freiweg nach der Varusschlacht mit Simserim und Schnedderengteng)

 

 

Mit einem großen Wandertrupp,

welche mit 'nem kahlen Kopf,

Frauen, Männer, wohl sechzig Mann,

kamen sie von Salzuflen an

Sonntag, kurz nach Mittag.

 

Oma vorne, und als letzter

hinten mit dem Bürgermeister

- auch die Presse war vertreten

und die Sonne schien so schön -

kam der Wandervorstand.

 

Denn es ging zum Pickertessen

und wer da zu faul zum Essen

konnte nach hinten und nach vorn

wenigstens nicht ausbrechen

aus der Marschkolonne.

 

Als sie über den Berg nun kamen,

verspürten sie Hunger in dem Magen

und das hatten sie nicht gewollt,

zogen quer durchs Teutoburger Holz

immer Richtung Augustdorf.

 

In dem Kruge ging's ans Geschmiere.

Pickert gab es mit frischer Butter.

Gegen Leib- und Magendruck

gab es den Wachholderschluck

zu den weichen Happen.

 

Was gab das 'ne schmierige Schnute

und der Rest kam in die Tüte.

Wanderleute aus der Stadt,

unterwegs auf dem Pfad,

die lassen nichts verkommen.

 

War vorbei das Pickertmorden,

ging es bei Dunklen ab nach Norden

mit Gesang nach Detmold rein

alle total betrunken.

Was für ein schöner Sonntag!

 

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