Grundschule In der Senne gewinnt Ernst-Barmeyer-Preis

Von Guntmar Wolff, am 3. Juli 2019.

Freude herrscht bei Schülern und Lehrern der Grundschule In der Senne. Große Freude aber auch beim Heimatverein; denn die Schule wurde vom Lippischen Heimatbund mit dem Ernst-Barmeyer-Preis ausgezeichnet. Der Grund dafür: Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Heimatverein; genauer gesagt, die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft, bei der die Kinder den Heimatkeller besuchen und bestimmte Themen den Bewohnern des Altenheims vermitteln.

Mit der Grundschule in der Senne wurden drei weitere lippische Grundschulen prämiert. Der Preis: Ein Scheck über 400 Euro.

„Mit den Kindern der zweiten Klasse haben wir das Programm Heimatforscher ins Leben gerufen“, berichtet Schulleiterin Uta Krause. Die Kinder haben natürlich einen großen Vorteil: Das Museum des Heimatvereins ist direkt im Keller des Schulgebäudes.
„Hier lernen die Kinder nicht nur anhand von Filmen, wie es früher war, sondern sie überlegen sich auch, wie sie die Inhalte spannend den Bewohnern des Seniorenheims vermitteln können“, so Krause. Denn auch dort sind die Kinder aktiv. „Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Begegnung der Generationen“, besucht eine Gruppe von Kindern regelmäßig das Altenheim, um mit den Bewohner zu singen, zu basteln und zu spielen“, so die Schulleiterin.

Durch das Projekt im Heimatmuseum haben sich laut Krause, für die Kinder nun neue Anknüpfungspunkte ergeben, um mit den Bewohnern des Altenheims ins Gespräch zu kommen. „Unsere Schüler forschen zu Themen wie Kleidung: früher und heute oder auch Berufe: früher und heute“, erläutert Krause das Themenspektrum.

Einmal pro Woche finden sich sechs bis sieben Kinder im Heimatmuseum zusammen, um unter der Anleitung der Kulturpädagogin Sabine Rott in die Vergangenheit Augustdorfs einzutauchen. „Die Kinder beschäftigen sich in der Arbeit auch mit den Inhalten der alten Handwerke, der Senne und der Ortsgründung Augustdorfs“, erläutert Sabine Rott.

Und sie hat auch einen weiteren Vorteil des Projektes ausgemacht: „Indem sich die Schülerinnen und Schüler mit allen Sinnen dem Thema nähern, können über das Betrachten der Exponate im Heimatkeller und über das Anfassen und Ausprobieren alter Gegenstände viele Ebenen des Lernens und Experimentieren ergeben.“

Damit das Gelernte nicht in Vergessenheit gerät, entscheidet die Gruppe über eine kreative Umsetzung der Inhalte. „Das können fotografische Arbeiten sein, aber auch bildnerisches Gestalten oder auch die Entwicklung einer Smartphone-App“, so Rott.

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