Silberne Rose für Bodo Diekmann

Friedrich Brakemeier, Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes, ehrte Bodo Diekmann mit den nachfolgenden Worten bei der Jahreshauptversammlung.

Bei der Gründungsveranstaltung des Heimatvereins durch Kurt Wistinghausen und Adolf Steffen 1979 war er bereits als Zuhörer anwesend, beruflich jedoch stark eingespannt, wurde er erst 1984 Mitglied im Heimatverein Augustdorf. Bis zum Eintritt hatte er jedoch die Bestrebungen des Heimatvereins schon verfolgt und „gedanklich“ unterstützt. Bodo Diekmann war von Beginn an für die praktischen Arbeiten zuständig. Durch seinen Beruf als Mitarbeiter und später als Leiter des gemeindlichen Bauhofes brachte er das nötige „Know-how“ für die vielen Veranstaltungen des Heimatvereins mit. Die jährliche Aktion „Sauberer Wald“ sowie das Aufstellen von Wandertafeln und Ruhebänken gehörten fortan zu seinen Aufgaben. Planung, Beschaffung der Materialien und Ausführung von praktischen Arbeiten, dafür war Bodo Diekmann der Garant. 1989 begann der Heimatverein mit der Sammlung von historischen Gegenständen und 1990 wurde er als Sammlungswart erstmals in den Vorstand gewählt.1992 konnte Dank seiner tatkräftigen Unterstützung der Heimatkeller in der Grundschule der Öffentlichkeit geöffnet werden. Dazwischen lagen jedoch noch die jährliche Organisation der Fahrradtour (bis heute), meist mit gemütlichem Ausklang auf seinem Hof. Der Aufbau der „Dörner Pickertschmiede“ forderte ebenfalls sein ganzes Können, musste doch eine gesamte Küche aus „Anno dazumal“ auf die Größe eines Treckeranhängers geschustert werden. Die Pickertschmiede hat in den letzten fast 20 Jahren an unzähligen Festumzügen teilgenommen, schöne Bilder sind von der 225-Jahr Feier in Augustdorf, den Lipper-Tagen, dem Kussler Ball und vielen anderen Teilnahmen in Erinnerung. Ergänzt wird die Pickertschmiede inzwischen durch den von Bodo Diekmann selbst gebauten Schäferkarren, der ebenfalls seit vielen Jahren fester Bestandteil bei Festumzügen ist. Der jährliche Empfang des Bürgermeisters zum Pickertessen im Rathaus erforderte seinen logistischen Einsatz ebenso wie das Anlegen der Obstbaumwiese 1994 und die Anpflanzung von heimischen Obstgehölzen. Das Mähen der Obstbaumwiese im Sommer wurde zur Selbstverständlichkeit für ihn. Seit 1997 wird in jedem Jahr zum 30. April der Maibaum auf Strohdieks Hof aufgestellt, auch hier war immer sein „ganzer Einsatz“ erforderlich. Die Mitwirkung bei der „Grünen Woche“ in Berlin 1998 mit dem Backen von mehr als 4000 Pickert war ein Highlight für ihn und er wurde 1998 zum stellv. Vorsitzenden und Sammlungswart gewählt. Die jährliche Organisation und Ausstattung der nötigen Technik für die Jahresabschlussfeier sowie die Auftritte bei diversen Veranstaltungen und das jährliche Tanzen beim Holzschuhtanz der Augustdorfer Herbstkirmes und die Beteiligung des Heimatvereins am Augustdorfer Weihnachtsmarkt gehörten ebenfalls zu seinen ständig wiederkehrenden „Arbeiten“ im Heimatverein. 2006 wurde mit seinem großen persönlichen Einsatz die Wanderhütte am Sennerandweg/Lönspfad gebaut und aufgestellt. 2007 folgte die „Grundsteinlegung“ für den Ludwig-Altenbernd-Stein, mussten doch Untergrund und Umgebung entsprechend hergerichtet werden. 2008 folgte er dann Kurt Wistinghausen als Nachfolger an die Spitze des Vorstandes. Die Arbeiten wurden nicht weniger, so hatte er nun auch neben der praktischen Arbeit den Heimatverein zu repräsentieren. Die Rühlmannstätte und die geplante Begegnungsstätte mit Dorfmuseum wurde bald zum täglichen Inhalt seiner Arbeiten, unzählige Treffen, Besichtigungen und Arbeitskreise beschäftigten ihn fortan.

Viel Spaß bringen ihm bis heute die Wanderungen mit Schulklassen der Grund- und Realschule ins Furlbachtal und „in und um Augustdorf“, sind doch seine Anekdoten aus der Augustdorfer Geschichte oft Neuland für Lehrer und Schüler.

Bodo Diekmann Friedrich Brakemeier

Auch die Mitwirkung im Arbeitskreis „Augustdorfer Geschichte“ mit weiteren Mitgliedern des Heimatvereins bringen immer wieder Verborgenes aus der Augustdorfer Geschichte zu Tage, dieses wird bei den monatlichen Klönabenden oft vorgetragen.

Im März 2012 hat er den Vorsitz an Annette Strohdiek abgegeben, um seinen „Lebensabend“ ohne Zwänge und Verpflichtungen genießen zu können.

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