Der Heimatverein Augustdorf gibt das Nutzungsrecht an der Rühlmannstätte zurück

Rühlmannstätte 2004

Nach 2 Jahrzehnten aufreibendem ehrenamtlichen Engagement ist das Feuer für die Realisierung, unserer und der von Frau Rühlmann angedachten Nutzung für das Grundstück der Rühlmannstätte erloschen.

Allein durch das mangelnde politische Entscheidungsvermögen, gepaart durch die Blockade der verantwortlichen Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung, wurde der Wille der Erblasserin und unsere Vorstellung, zu Fall gebracht.

Eine 90 %ige Förderung, gepaart mit einem aufopferungsreichen, bürgerlichen Engagement, nicht umzusetzen, widerspricht jedem normalen Sachverstand.

Sich hinter der schlechten Haushaltslage zu verstecken offenbart den Unwillen für eine zukunftweisende Investition, insbesondere für den Erhalt der Augustdorfer Geschichte und der touristischen Entwicklung unserer Gemeinde.

Dass solche Projekte auch in schwierigen Haushaltszeiten realisierbar sind, wurde durch den ehemaligen Landrat Friedel Heuwinkel und dem Europaabgeordneten Elmar Brok in einer Besprechung, in der auch der ehemalige Bürgermeister anwesend war, sachlich dargelegt.

Damit neben der vielseitigen Förderung mit einer 5jährigen Anschubfinanzierung auch noch Mittel aus der EU-Förderung einfließen könnten, wurde hierfür eigens ein Verbindungsmann beauftragt, der letztendlich für den Unwillen der Gemeinde kein Verständnis hatte.

Weiterhin wurden vielversprechende Förderprogramme von der Verwaltung wegen unprofessionellem Interesse nicht wahrgenommen. So auch das von NRW in 2017 aufgelegte Programm „Regionale Projekte“, welches gerade in unserer Region vergleichbare Objekte aufblühen lässt.

Wie andere Kommunen mit solchen Möglichkeiten verfahren, beweist zum einen das Heimathaus Senne 1, das der Stadt Bielefeld durch die Bewirtschaftung neben den Unterhaltungskosten noch einen Ertrag einbringt, zum anderen das Ems-Information-Zentrum, das insbesondere mit Unterstützung des Europaabgeordneten Elmar Brok durch EU-Mittel realisiert wurde.

Mit einem beeindruckenden Bürger-Engagement wurde auch der Bau der Senne-Kapelle in Hövelhof realisiert.

Eine Chronologie der Aktivitäten von 2001 bis 2019 zeigt detailliert das gesamte Engagement des Heimatvereins. Insgesamt wurden ca. 2.500 Arbeitsstunden erbracht. Hinzu kommen die persönlichen finanziellen Leistungen von ca. 20.000€ (Fahrzeugeinsätze, Materialien, Entsorgung etc.). Dieser Einsatz hat bei einigen engagierten Mitgliedern tiefe Spuren hinterlassen.

Hiermit wird der Antrag an die Mitgliederversammlung gestellt, per Beschluss das Engagement an der Rühlmannstätte zu beenden, vorausgesetzt, dass die vom HV verauslagten Kosten für das Sanierungsgutachten in Höhe von 5.500,00 €  von der Gemeinde erstattet werden und weiterhin, bis zur anderweitigen Nutzung, die Unterstellung der HV eigenen Gerätschaften gestattet wird.

Die Abstimmung ergab 43 Stimmen für die Rückgabe, 8 Stimmen gegen eine Rückgabe und 4 Enthaltungen.

Beschluss:

Der HV Augustdorf e. V. gibt, unter der o. a. Erstattung, das ihm zugestandene notarielle Mandat des Nutzungerechtes an die Gemeinde Augustdorf zurück.

Kommentar

  • Das ist mal wieder typisch für Verwaltungsangestellte. Die können sich teilweise ein Engagement für solche Sachen nicht vorstellen.
    Leider, schade, schade, schade. Chance vertan!

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